Stadtführer für Paris
10 Dinge, die Sie in Paris erleben können
Gestalten Sie Ihren Besuch in Paris rund um die Kunst, die Straßen und die Ausblicke, die Ihnen in Erinnerung bleiben sollen. Dazu gibt es praktische Tipps zu Notre-Dame, Museumstickets und den Wegen quer durch die Stadt.

Plane deinen Besuch
Paris lässt sich leichter genießen, wenn der Stadtplan den Tag bestimmt und nicht eine Liste zum Abhaken. Wählen Sie einen großen Programmpunkt und erkunden Sie danach die Straßen oder das Flussufer in der Nähe. Die zehn Vorschläge verbinden Sehenswürdigkeiten, für die Sie ein Ticket brauchen, mit Spaziergängen und Orten zum Innehalten. Sie sind als Alternativen für unterschiedliche Interessen gedacht, nicht als zehn Termine, die Sie in ein Wochenende quetschen müssen. Lassen Sie Raum für ein Mittagessen abseits der Warteschlangen und für einen unverhofften zweiten Blick.
Beginnen Sie mit einem Stück Seineufer
Der Fluss ist ein guter Einstieg in die Stadt: Brücken, Museumsfassaden und die Inseln lassen sich leichter einordnen, wenn man sie zusammen sieht. Als Ausgangspunkt schlagen wir den Pont Royal vor. Spazieren Sie von dort am Fluss entlang in Richtung Île de la Cité, statt beide Ufer abdecken zu wollen.
Nutzen Sie die Uferwege für Fußgänger, sofern sie zugänglich sind, oder bleiben Sie auf Straßenhöhe, wenn das besser zu Ihrer Route passt. Eine Bootsfahrt ist ein möglicher Perspektivwechsel, aber kein Muss, um die Seine zu genießen.
Gut geplant: Legen Sie vor dem Start einen Endpunkt fest, damit der Spaziergang nicht Ihren Museumsnachmittag aufzehrt.
Stadt Paris: der Uferpark Rives de SeineSetzen Sie im Louvre einen klaren Schwerpunkt

Wählen Sie schon vor dem Betreten des Louvre eine Sammlung oder eine Handvoll Werke aus. Ein Besuch rund um Skulpturen, ägyptische Altertümer oder Malerei ist erfüllender, als ohne Zeit zum Schauen von einem berühmten Objekt zum nächsten zu hetzen. Nutzen Sie den Museumsplan, um Ihre ausgewählten Stationen miteinander zu verbinden.
Der Louvre empfiehlt eine Buchung mit festem Zeitfenster, auch für alle, die Anspruch auf freien Eintritt haben. Ob Sie dazu berechtigt sind und welche Nachweise Sie brauchen, erfahren Sie auf der museumseigenen Ticketseite. Wenn Sie wegen eines bestimmten Werks kommen, prüfen Sie die Hinweise zu geschlossenen Sälen.
Gut geplant: Halten Sie den nächsten Termin flexibel, denn schon der Weg durch den Palast gehört zum Besuch.
Louvre: Tickets, Eintritt und Hinweise zu den SälenEntscheiden Sie, wie Sie den Eiffelturm erleben wollen
Überlegen Sie, ob Sie den Eiffelturm von außen bewundern oder von ihm aus über die Stadt blicken möchten. Beides ist eine gute Wahl. Für einen Aufstieg entscheiden Sie sich zwischen der zweiten Etage und der Spitze und prüfen dann, ob Ihr Ticket für die Treppe oder die Aufzüge gilt.
Ein Ticket für die zweite Etage lässt sich am Turm nicht nachträglich auf die Spitze erweitern. Sind keine Tickets für die Spitze mehr zu haben, wählen Sie bewusst eine Alternative, statt ein Ticket zu kaufen, mit dem der gewünschte Besuch gar nicht möglich ist.
Gut geplant: Nutzen Sie den offiziellen Buchungslink und prüfen Sie die Zugangsbedingungen für alle Mitreisenden.
Eiffelturm: Besuch vorbereiten und TicketoptionenErleben Sie Notre-Dame wieder von innen
Nach der Restaurierung ist Notre-Dame wieder für Besucher geöffnet. Planen Sie die Kathedrale ohne Eile in einen Spaziergang über die Insel ein und nehmen Sie sich Zeit für die Höhe des Mittelschiffs und das wechselnde Licht, statt den Eingang als Ziellinie zu betrachten.
Der reguläre Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos. Eine optionale Reservierung über die offizielle Website ist ebenfalls gratis und kann die Wartezeit verkürzen; ohne Reservierung zu kommen, bleibt möglich. Schauen Sie auf die aktuelle Reservierungsseite, statt sich auf einen alten Zeitplan für die Ticketfreigabe zu verlassen. Bezahlen Sie keinen Wiederverkäufer für eine reguläre Eintrittsreservierung.
Gut geplant: Die Kathedrale ist ein lebendiges Gotteshaus: Sprechen Sie leise und folgen Sie den Hinweisen des Empfangsteams.
Notre-Dame: freier Eintritt und optionale ReservierungSchauen Sie in der Sainte-Chapelle nach oben

Die Glasfenster der Sainte-Chapelle bieten ein ganz anderes Erlebnis als die schiere Größe von Notre-Dame. Halten Sie in der Oberkapelle inne, bevor Sie fotografieren, und warten Sie, bis sich Farben und Szenen im Detail erschließen.
Reservieren Sie über die Website der Sainte-Chapelle und halten Sie sich an die Ankunftszeit auf Ihrem Ticket. Die Kapelle liegt im Sicherheitsbereich des Palais de Justice, für Taschen und Gegenstände gelten Einschränkungen. Sperriges Gepäck lassen Sie besser woanders: Als bequemer Zwischenstopp zwischen Check-out und Zugabfahrt eignet sich die Kapelle nicht.
Gut geplant: Nah beieinander heißt nicht austauschbar: Die Sainte-Chapelle hat eigene Tickets und eigene Sicherheitsvorkehrungen.
Sainte-Chapelle: praktische Informationen und SicherheitsregelnFolgen Sie im Musée d’Orsay den Spuren der Maler
Wenn Sie impressionistische Malerei mehr reizt als ein breiter Querschnitt durch die Kunst, machen Sie das Orsay zu Ihrem Hauptmuseum. Auch der ehemalige Bahnhof verdient Aufmerksamkeit: Treten Sie ab und zu von einzelnen Gemälden zurück und lassen Sie das Gebäude um sie herum auf sich wirken.
Eine Online-Buchung wird empfohlen. Prüfen Sie auf der aktuellen Besucherseite, welcher Eingang zu Ihrer Ticketart passt, vor allem wenn Sie einen Museumspass nutzen. Bei einer kurzen Reise kann das Orsay den Louvre ersetzen; es muss nicht am selben Tag auf ihn folgen.
Gut geplant: Wählen Sie das Museum wegen seiner Sammlung und nicht nur, weil es auf jedem Reiseplan steht.
Musée d’Orsay: Tickets und EinlassregelungenNehmen Sie sich in der Orangerie Zeit für Monet
Monets „Seerosen“ sind ein Grund, langsamer zu werden, und nicht bloß ein weiteres Gemälde, das es zu finden gilt. Betrachten Sie die Bilder in den ovalen Sälen von verschiedenen Standpunkten aus, bevor Sie weitergehen; die Dimensionen sind ebenso wichtig wie die Details.
Die Orangerie liegt im Tuileriengarten, sodass eine Pause im Freien ganz selbstverständlich zum Ausflug gehört. Buchen Sie über den museumseigenen Ticketlink und prüfen Sie die Regelungen für Ihr Datum. Die Besucherseite des Museums warnt ausdrücklich vor irreführenden Ticketangeboten und nachgeahmten Websites.
Gut geplant: Betrachten Sie diesen Besuch als konzentriertes Kunsterlebnis, statt einem ohnehin vollen Tag noch ein drittes Museum hinzuzufügen.
Orangerie: Besucherinformationen und offizieller TicketlinkEntdecken Sie Montmartre jenseits des Aussichtspunkts

Machen Sie den Blick von der Esplanade vor Sacré-Cœur zu einem Teil Ihres Streifzugs durch das Viertel. Verbinden Sie ihn mit der Place du Tertre und den Straßen rund um Abbesses und halten Sie an, wann immer eine Bäckerei, ein Laden oder ein kleiner Platz Ihr Interesse weckt.
Montmartre ist hügelig. Bedenken Sie deshalb den Anstieg, bevor Sie sich für einen Weg hinauf entscheiden. Mit der Karte des Tourismusbüros finden Sie einen gut machbaren Abschnitt, statt jede Station abzulaufen. Halten Sie beim Fotografieren die Eingänge der Wohnhäuser frei.
Gut geplant: Gönnen Sie Montmartre einen eigenen Ausflug, statt das Viertel an einen hektischen Museumstag quer durch die Stadt anzuhängen.
Paris je t’aime: ein Spaziergang durch MontmartreSpazieren Sie von der Place des Vosges durch das Marais
Beginnen Sie bei den Backsteinfassaden und Arkaden der Place des Vosges und nutzen Sie dann die umliegenden Straßen zum Stöbern und für das Mittagessen. Die Rue des Rosiers eröffnet einen weiteren Blick auf das Viertel und sein jüdisches Erbe.
Das ist ein nützliches Gegengewicht zu einer Reise mit vielen Eintrittskarten. Suchen Sie sich ein paar Straßen aus, statt das ganze Viertel abarbeiten zu wollen, und lassen Sie eine Pause im Café ruhig als Teil des Nachmittags gelten. Um hier zu sein, brauchen Sie keine weitere Attraktion in geschlossenen Räumen als Rechtfertigung.
Gut geplant: Trennen Sie die Zeit zum Einkaufen von einer festen Museumsreservierung, damit keines von beiden in Hektik gerät.
Paris je t’aime: die Place des Vosges und das MaraisMachen Sie eine richtige Pause im Jardin du Luxembourg

Kommen Sie in den Jardin du Luxembourg nicht nur zum Spazieren, sondern auch zum Sitzen. Suchen Sie den Medici-Brunnen und danach einen Platz zum Ausruhen, statt gleich zum nächsten Monument weiterzuziehen. Besonders gut passt der Garten zwischen eine Besichtigung am Vormittag und das Abendessen.
Die Öffnungs- und Schließzeiten des Gartens richten sich im Lauf des Jahres nach dem Tageslicht. Prüfen Sie für Ihre Reisedaten die Website des Senats zum Garten; was bei einem Besuch im Spätsommer gilt, ist kein verlässlicher Maßstab für einen Winternachmittag.
Gut geplant: Wählen Sie vor dem Gehen einen nahe gelegenen Ausgang, damit Sie nicht unnötig denselben Weg zurücklaufen.
Jardin du Luxembourg: saisonale ÖffnungszeitenZwei flexible erste Tage
Erster Tag: der Fluss und die Inseln
Planen Sie den Tag rund um Notre-Dame oder eine Buchung für die Sainte-Chapelle und nehmen Sie das jeweils andere nur dazu, wenn die Zeit reicht. Spazieren Sie ein Stück an der Seine entlang und widmen Sie den Nachmittag dem Marais. Lassen Sie den Abend frei.
Zweiter Tag: Kunst und ein Ortswechsel
Wählen Sie den Louvre, das Orsay oder die Orangerie und schließen Sie einen Spaziergang in der Nähe an. Für einen gebuchten Termin am Eiffelturm planen Sie einen eigenen Teil des Tages ein. Haben Sie einen Tag mehr, geben Sie Montmartre und dem Jardin du Luxembourg mehr Raum.
Bevor Sie aufbrechen
Wählen Sie das Ticket passend zum Verkehrsmittel
Für gelegentliche Fahrten vergleichen Sie bei Île-de-France Mobilités die aktuellen Tickets „Métro-Train-RER“ und „Bus-Tram“. Sie gelten für unterschiedliche Verkehrsmittel; folgen Sie nicht dem alten Rat, ein Carnet aus Papier zu kaufen. Informieren Sie sich vor der Reise über die Möglichkeiten mit kompatiblem Smartphone oder Navigo Easy.
Île-de-France Mobilités: aktuelle Tickets und TrägermedienPrüfen Sie die Fahrt zum Flughafen gesondert
Ein normales Ticket „Métro-Train-RER“ gilt nicht für die Flughafenstationen. Für Orly mit der Metrolinie 14 oder Charles de Gaulle mit dem RER B prüfen Sie das Ticket „Paris Region Airports“ oder ob Ihr gewählter Pass die Flughäfen abdeckt.
Île-de-France Mobilités: Gültigkeit der Tickets für die FlughäfenPlanen Sie eine Alternative auf Straßenhöhe ein
Bei Hochwasser können die unteren Uferkais gesperrt werden. Beachten Sie Absperrungen und aktuelle Hinweise der Stadt und weichen Sie auf eine offene Route auf Straßenhöhe aus, statt den geplanten Spaziergang am Wasser unbedingt zu Ende bringen zu wollen.
Stadt Paris: Seine-Hochwasser und gesperrte UferwegeWählen Sie einen Ausgangspunkt für Ihr ganz eigenes Paris
Vergleichen Sie Hotels in Paris anhand der Wege, die Sie tatsächlich zurücklegen werden, einschließlich der Ankunft mit Gepäck. Eine bequeme Verbindung zu Ihrem ersten Museum kann wichtiger sein als der Blick auf ein Wahrzeichen. Prüfen Sie vor der Buchung, wie das Zimmer erreichbar ist, ob es einen Aufzug gibt und wie der Weg vom Bahnhof aussieht; eine zentrale Adresse allein beantwortet diese Fragen nicht.
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